Zones and Conduits als Segmentierungskonzept
Das Konzept von Zonen und Konduits (Zones and Conduits) bildet die konzeptionelle Grundlage für Netzwerksegmentierung nach IEC 62443. Eine Zone bündelt Systeme mit vergleichbarem Schutzbedarf und ähnlichen Sicherheitsanforderungen zu einer logischen Einheit.
Konduits verbinden Zonen miteinander und definieren, welcher Datenverkehr zwischen ihnen erlaubt ist. Jeder Konduit wird dabei selbst als potenzieller Angriffspfad betrachtet und erhält eigene Sicherheitsanforderungen, die auf die verbundenen Zonen abgestimmt sind.
In größeren Anlagen entstehen so hierarchische Zonenmodelle, etwa getrennt nach Produktionslinien, Gebäuden oder Kritikalität, was es erlaubt, Sicherheitsmaßnahmen gezielt dort zu konzentrieren, wo der größte Schutzbedarf besteht, statt das gesamte Netzwerk uniform abzusichern.