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Safety Instrumented Systems / SIL.

OT-Wiki Grundlagenartikel

Safety Instrumented Systems (SIS) sind eigenständige, von der Prozessleittechnik getrennte Sicherheitssysteme, die eine Anlage bei kritischen Abweichungen automatisch in einen sicheren Zustand überführen, etwa durch Not-Abschaltventile oder Notausschaltungen.

Die Norm IEC 61508 und ihre Ableitung IEC 61511 für die Prozessindustrie definieren dafür Safety Integrity Levels (SIL 1 bis SIL 4), die angeben, wie zuverlässig eine Sicherheitsfunktion eine geforderte Risikominderung erbringen muss. Je höher der SIL, desto strenger die Anforderungen an Redundanz, Diagnosedeckungsgrad und Testintervalle.

Aus Security-Sicht sind SIS besonders sensibel, da eine Manipulation nicht nur Produktionsausfälle, sondern unmittelbare Gefahr für Mensch und Umwelt bedeuten kann; der Vorfall bei TRITON/TRISIS 2017 zeigte erstmals öffentlich einen gezielten Angriff auf ein SIS.

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