Purdue Enterprise Reference Architecture.
Das Purdue-Modell (Purdue Enterprise Reference Architecture, PERA) gliedert industrielle Netzwerke traditionell in die Ebenen 0 bis 5: von physischen Prozessen (Level 0) über Sensorik/Aktorik (Level 1) und Prozessleitsysteme (Level 2) bis zur Fertigungsleitebene (Level 3), gefolgt von den Unternehmensebenen 4 und 5.
Zwischen Level 3 (Fertigungsleitebene, oft mit MES-Systemen) und Level 4 (Unternehmens-IT) wird häufig eine demilitarisierte Zone (DMZ) eingezogen. Sie erlaubt kontrollierten Datenaustausch, etwa für Produktionskennzahlen, ohne dass IT- und OT-Netz direkt verbunden sind.
Auch wenn moderne Architekturen zunehmend auf Zonen- und Konduit-Modelle nach IEC 62443 sowie Cloud-Anbindungen setzen, bleibt das Purdue-Modell ein verbreitetes gedankliches Referenzmodell, um Verantwortlichkeiten, Protokolle und Schutzbedarf je Ebene zu strukturieren.