Modbus TCP Grundlagen.
Modbus TCP ist die auf TCP/IP portierte Variante des seriellen Modbus-Protokolls und einer der am weitesten verbreiteten Feldbusstandards in der Automatisierungstechnik. Es folgt einem einfachen Master/Slave- beziehungsweise Client/Server-Modell: Ein Client sendet Anfragen an einen oder mehrere Server (früher als Master/Slave bezeichnet), die auf Register- oder Coil-Ebene antworten.
Die Kommunikation basiert auf klar definierten Funktionscodes, etwa zum Lesen von Halteregistern (Function Code 03), Schreiben einzelner Register (06) oder Lesen von Diskreteneingängen (02). Diese Einfachheit macht Modbus TCP robust und leicht zu implementieren, bringt aber von Haus aus weder Authentifizierung noch Verschlüsselung mit.
Typische Einsatzszenarien reichen von der Anbindung speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) an SCADA-Systeme bis zur Integration von Energiezählern und Gebäudeleittechnik. Aufgrund der fehlenden nativen Absicherung wird empfohlen, Modbus-TCP-Verkehr durch Netzwerksegmentierung, VPNs oder vorgelagerte Gateways abzusichern.
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